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Ein Blick in die Geschichte

Eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges - und ein toller Spielplatz für Kinder - ist die Ruine Schenkenberg. Man erreicht sie in ca. 30 Minuten zu Fuss vom Dorf aus. Die Burg wurde anfangs des 13. Jahrhunderts von den Habsburgern erbaut. 1460 wurde sie von den Bernern erobert. Es residierten etwa 50 bernische Landvögte auf Schenkenberg. Weil der Unterhalt zu teuer und das Trinkwasser schwierig zu beschaffen war, wechselten die Vögte 1720 nach Wildenstein. Die Burg wurde 1837 an Josef Maximilian von Schenkenberg verkauft, der aber spurlos verschwand. Die Burg zerfiel und wurde als Steinbruch ausgebeutet. Der Aargauische Heimatschutz ersteigerte die Ruine 1918 zum symbolischen Preis von 50 Franken und führte 1931 bis 1939 und 1969/70 umfang-
                                                                                        reiche Sanierungen durch.

Die Kirche liegt am Südrand des Dorfes an einer leicht erhöhten Lage. Sie ist von einem liebevoll gepflegten Friedhof umgeben. Teile der heutigen Schiffmauern entstammen dem romanischen Bau der Kirche, die dem hl. Petrus geweiht war. Sie erfuhr im 14. und 15. Jahrhundert Veränderungen. 1543 wurde die Kirche erweitert und erneuert. Sehenswert ist der Taufstein, der 1675 vom Schenkenberger Obervogt Samuel Thormann und seiner Frau Margarete geb. Archer gestiftet wurde.

Mit dem Berner Wappen an seiner Giebelfassade beherrscht das Pfarrhaus den Dorfplatz. Es wurde 1731/32 erbaut. Unmittelbar davor steht der achteckige Dorfbrunnen von 1856. Noch älter ist der Dorfbrunnen im Unterdorf, der 1837 erbaut wurde.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Thalheim im Jahr 1064. Alemannische Gräber zeigen aber, dass das Gebiet bereits sehr viel früher besiedelt war. Dank dem Weinbau gedieh das Dorf bis zum 17. Jahrhundert zur zweitgrössten Gemeinde des Bezirks Brugg. Im späten 19. Jahrhundert wurde Thalheim wie alle Nachbardörfer von der Krise des Weinbaus erfasst. Viele Dorfbewohner mussten damals ihre Heimat verlassen. Wernli, Dietiker, Ging, Härdi, Schneider und Umiker sind deshalb heute in allen fünf Erdteilen anzutreffen, und ihre Zahl übertrifft diejenige der Einwohner Thalheims um ein Mehrfaches.
 

Steter Wandel

In den vergangenen 20 Jahren hat Thalheim deutliche Veränderungen erfahren. Die Einwohnerzahl hat 1980 mit 550 den Tiefstand erreicht (1850 waren es 1117). Seither steigt sie dank der Bautätigkeit kontinuierlich an.

Die Landwirtschaft und der Rebbau haben viel von ihrer Bedeutung eingebüsst. Es gibt jedoch mehr als 30 haupt- und nebenberufliche Landwirte. Thalheimer Wein ist als "Thalheimer", "Schenkenberger" und "Chalöfner" bekannt.

Die meisten Einwohner finden in den umliegenden Städten Arbeit - einige pendeln bis nach Zürich. Doch auch im Dorf selbst gibt es zahlreiche Gewerbebetriebe: Ein Transportunternehmen, zwei Schreinereien, zwei Heizungs- und Sanitärfirmen, mechanische Werkstätten, zwei Läden, ein Gartenbaubetrieb, ein Coiffeursalon. Selbst wer das Auto einstösst, kann es im Dorf reparieren lassen. Und verhungert oder verdurstet ist in Thalheim dank den zwei Restaurants noch niemand.

In ihrer Freizeit widmen sich die Thalheimer hauptsächlich dem Vereinsleben, das - wie ein Blick in unsere Vereinsliste zeigt - wirklich jedem etwas bietet.

 
 

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