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Besuch des Thalheimer-Treffens in Rumänien 14. – 16. Juni 2019

Jedes Jahr findet das Thalheimer-Treffen in einem der verschiedenen T(h)alheim in Deutschland, Österreich, der Schweiz oder Rumänien statt. Dieses Jahr waren wir zum 59. Treffen in Rumänien eingeladen.

Dieses Thalheim, rumänisch Daja, liegt in Siebenbürgen, wo sich früher deutsche Siedler niederliessen. Sie wurden durch die österreichischen Könige in diese Gebiete jenseits der Wälder (Transsilvanien) umgesiedelt. Die Siedler sollten diese Gebiete bevölkern, die Grenzen gegen Einfälle aus dem Osten für Ungarn und Europa sichern und die Wirtschaft beleben. Daher gibt es in diesem Gebiet von Siebenbürgen in Transsilvanien noch deutschsprechende Leute, die aber immer weniger werden, da durch die Grenzöffnung vor 30 Jahren viele der Nachkommen ihr Glück im Westen gesucht haben.

Durch die Öffnung zu Europa hat sich aber dieses Land stark entwickelt und wir konnten über gute Strassen und dank Google-Map mit unserem Auto das Ziel problemlos erreichen. Auch wenn es zwischendurch galt, die Löcher im Asphalt zu umschiffen und die Bremsbereitschaft wegen den Pferdefuhrwerken stehts da sein musste, konnten wir die landschaftlichen Eindrücke geniessen.

Thalheim begrüsste am Freitag die angereisten ungefähr 100 Thalheimer und Thal-heimerinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit einem Folklore- und Grillabend in einem wunderschönen Anwesen des Dorfes. Schüler haben für uns Tänze und Lieder eingeübt und präsentierten sie auf einer kleinen Bühne im Garten. So tauchten wir in die Kultur des Landes ein. Wir mussten uns zwar die Sicht auf die Vorführungen fast erkämpfen, da die Eltern der Kinder so stolz auf ihren Nachwuchs waren, dass sie mit ihren Handys die besten Plätze belegten und alles natürlich filmisch festhielten. Der Westen ist auch dort angekommen.

Am Samstag wurden wir alle nach Hermannstadt (Sibiu) gefahren und erfuhren bei einem Stadtrundgang am Morgen viel Interessantes über diese schöne Stadt. Danach verbrachten wir ein paar gemütliche Stunden im grössten Freilichtmuseum dem «Ballenberg» von Rumänien.

Der Tag klang mitten in Thalheim mit einem Volksfest und Nonstop-Live-Beiträgen auf einer grossen Bühne aus. Um mit zahlreichen Thalheimern zu plaudern, mussten wir uns ab und zu ein ruhiges Plätzchen suchen. Spannend war auch ein Gespräch auf der Dorfstrasse von «Bürgermeister» zu «Bürgermeister». So konnten wir ein wenig an den Herausforderungen und Sorgen dieser Behörden Anteil nehmen.

Mit einem Orthodoxen Gottesdienst am Sonntag, der Übergabe des Thalheimer-Kreuzes an die nächste Delegation und dem anschliessenden Behördentreffen im Bürgermeisterhaus endete am Sonntagmittag das 59. Thalheimer-Treffen. So machten auch wir uns auf den Heimweg.

Bereits um 18 Uhr am Abend kamen wir wohlbehalten in Wien an und bestiegen nach einem Stadtrundgang und einem gemütlichen Abendessen in einem Biergarten den Autozug nach Feldkirch, wo wir am Morgen um 8 Uhr die letzte Wegstrecke nach Thalheim Aargau in Angriff nahmen. So kamen wir mit vielen wunderbaren Eindrücken wohlbehalten zurück in unser «liebes Thalheim».

Vormerken für alle Interessierten:
60. Thalheimer-Treffen 19. bis 21. Juni 2020 in Thalheim Kapelln, Österreich

Susanne und Roland Frauchiger

 

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